Aktuelles


Einladung zur 33. Musikwoche Löwenstein

33. Musikwoche in der Evangelischen Tagungsstätte Löwenstein, 2.-8. April 2018

Zu ihrer 33. Musikwoche lädt die Gesellschaft für deutsche Musikkultur im Südöstlichen Europa (GDMSE) vom 2. bis 8. April 2018 Menschen aller Altersgruppen, Einzelpersonen wie Familien, Instrumentalisten ebenso wie Chorsängerinnen und Chorsänger in die Evangelische Tagungsstätte Löwenstein nahe Heilbronn ein. 

 

Bei der Musikwoche zur Aufführung kommen vor allem Werke von Komponisten aus den deutschen Siedlungsgebieten in Südosteuropa, etwa aus Siebenbürgen und dem Banat. Zu seinem 100. Todestag soll an den großen Kronstädter Komponisten Rudolf Lassel (1861-1918) erinnert werden. Streicher, Holzbläser und Blechbläser werden ebenso wie Sängerinnen und Sänger ausreichend Gelegenheit haben, ihr Können zu zeigen. Auch einen großen Jugendchor wird es wieder geben. Das Abschlusskonzert findet am Samstag, 7. April, um 18.00 Uhr in der großen Kilianskirche in Heilbronn im Rahmen der „Stunde der Kirchenmusik“ statt. 

 

Die künstlerische Gesamtleitung liegt auch in diesem Jahr in den Händen des Dirigenten und Organisten Wilhelm Schmidts, Leiter von Chor, Orchester und Kammerchor der Universität Bamberg sowie Dozent an der Hochschule für Musik Würzburg. Weitere Dozenten sind Ilarie Dinu (Konzertmeister und hohe Streicher), Liane Christian (Klavier-Kammermusik und Klavierbegleitung), Jörg Meschendörfer (Cello, Salonorchester), Brigitte Schnabel (Streicher-Kammermusik), Bärbel Tirler (Holzbläser), Jörn Wegmann (Blechbläser), Christian Turck (Orchestereinstudierung und Klavierbegleitung) und Gertraud Winter (Jugendchor, Früherziehung). Ein Dozent / eine Dozentin für Sologesang und chorische Stimmbildung wird noch zum Dozententeam dazustoßen. Die Organisation liegt in den Händen von Bettina Wallbrecht und Johannes Killyen. 

 

Zum Kursangebot der Musikwoche zählen Chor (mit Stimmbildung), Jugendchor, Orchester, Salonorchester sowie Gruppenunterricht für Violine, Viola, Violoncello, Holz-und Blechblasinstrumente, Gesang sowie Klavier / Klavierbegleitung. Einzelunterricht, auch im Fach Klavier, kann hingegen nicht angeboten werden. Kammermusikensembles können unter Betreuung der Dozentinnen und Dozenten musizieren. Freizeitmöglichkeiten sind Spaziergänge, Tanz, gesellige Abende sowie interne und externe Konzerte, ein schöner Kinderspielplatz ist vorhanden. Während der Musikwoche finden auch die Mitgliederversammlung und die Vorstandssitzung der GDMSE statt. 

 

Anmeldeunterlagen zum Download siehe unten, weitere Informationen bei: 

 

Johannes Killyen, Tel. 0178 / 5222 177, E-Mail: killyen@gmx.de 

 

Anmeldeschluss ist der 10. Januar 2018. 

 

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Nachbericht zur 32. Musikwoche Löwenstein

Von Berlin über Wien nach Hermannstadt

32. Musikwoche Löwenstein stellt Johann Leopold Bella und die Beziehungen zwischen Romantik und Reformation in den Mittelpunkt

 

Die 32. Löwensteiner Musikwoche hat mit Johann Leopold Bella (1843-1936) einen der wichtigsten siebenbürgischen Komponisten ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Im Abschlusskonzert am 22. April in der gut besuchen Kilianskirche Heilbronn führten die Ensembles der Musikwoche unter der Leitung von Wilhelm Schmidts zwei Kantaten von Bella auf.

 

Bella war 40 Jahre lang nicht nur Stadtkantor, sondern Dreh- und Angelpunkt des Hermannstädter Musiklebens. Der gebürtige Slowake trat auch zum evangelischen Bekenntnis über – erhielt im dann rumänischen Siebenbürgen jedoch nicht die rumänische Staatsbürgerschaft und musste 1921 das Land verlassen. Eine Tragödie für den fast 80-Jährigen, der in seine slowakische Heimat zurückkehrte und dort bis heute als Nationalkomponist gilt.

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Nachbericht zur 31. Musikwoche Löwenstein

Große Musik mit Abschieden

400 Zuhörerinnen und Zuhörer in der einzigartigen Heilbronner Kilianskirche: Das Abschlusskonzert mit Solisten, Chor, Jugendchor und Orchester der 31. Musikwoche Löwenstein am 2. April war ein großer Erfolg und zugleich ein Höhepunkt in der Geschichte der traditionsreichen Veranstaltung. In der besonderen Atmosphäre und herausragenden Akustik der Kilianskirche kamen, wie immer bei der Musikwoche Löwenstein, vor allem Werke von deutschen Komponisten aus Südosteuropa zur Aufführung. Die Leitung hatte die Wiener Kantorin und Organistin Erzsébet Windhager-Geréd, den Jugendchor dirigierte die Gesangspädagogin Gertraud Winter aus Augsburg. Aufgeführt wurde in der Edition des Musiknoten-Verlags von Frieder Latzina die Ouvertüre von Carl Filtsch (1830-45), dem „siebenbürgischen Wunderkind“.

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Abschied vom dem aus dem Banat stammenden Konzertmeister und Violinlehrer Harald Christian

Ein kurzes Leben voller Musik

Am 18. September 2015 ist nach kurzer schwerer Krankheit der Augsburger Geiger und Musikpädagoge Harald Christian viel zu früh im Alter von 56 Jahren gestorben. Christian, ein gebürtiger Banater, hinterlässt eine große Lücke an den Orten seines Wirkens: der Augsburger Musikschule, dem Domorchester, als langjähriger Dozent der Musikwoche Löwenstein, als Kammermusiker, der sich in zahllosen Konzerte nicht zuletzt um die Pflege der deutschen Musikkultur Südosteuropas verdient gemacht hat.

Dass er tiefe Spuren in der Musikwelt – nicht nur Augsburgs – hinterlassen hat, sah man schon beim Requiem im Augsburger Dom, wo alle Plätze belegt waren. Darunter viele seiner ehemaligen Schüler, Freunde und auch zahlreiche Banater Landsleute, so auch von der Heimatortsgemeinschaft Neubeschenowa, für deren Treffen Harald Christian samt seiner Familie regelmäßig für die musikalische Umrahmung sollte.

Harry Christian wurde 1959 in Temeswar in Neubeschenowa (Banat) geboren. In Temeswar ist er in die berühmte Violinistentradition eines Josef Brandeisz und Eugen Cuteanu hineingewachsen und erhielt ein Jahr lang Unterricht von Dr. Hans Fernbach. Nach seiner Auswanderung verbrachte er die Zeit seines Musikstudiums an der Musikhochschule München bei Professor Gerhard Hetzel sowie an der Musikschule Stuttgart bei Professor Susanne Lautenbacher. Nach dem Studium wurde er beim Kammerorchester Aix-en-Provence in Frankreich Konzertmeister und war seit 1987 als Geigenlehrer und Orchestermusiker in Augsburg tätig. Ab 1995 unterstützte er jährlich als Dozent die Löwensteiner Musikwoche und engagierte sich als Konzertmeister der "Neuen Schwäbischen Symphonie".

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Zum Tode des Pianisten Peter Szaunig

Das Filtsch-Festival als Testament

Am 28. August 2015 verstarb in Bamberg der aus Siebenbürgen stammende Pianist, Pädagoge und Musikforscher Peter Szaunig. 

Den Weg zur Musik hat der am 20. Mai 1933 in Kronstadt geborene Peter Szaunig nicht unmittelbar gefunden. Er ging Umwege über sportliche Aktivitäten, technische Ausbildungen und Ingenieurwissenschaften. Sobald ihm die Berufung zum Musiker, zum Pianisten, klar geworden war, suchte er sich die in jenen Jahren in Rumänien bestmögliche Ausbildungsstätte: die Musikhochschule in Bukarest und darin die vortrefflichsten Klavierpädagogen und Pianisten jener Jahre, Silvia Serbescu, Dagobert Buchholz und Alexander Demetriad, nachdem er in Martha Fritsch, Eva Plattner, Mitzi Klein-Hintz und Franz Xaver Dressler schon in Hermannstadt, wo er das Brukenthal-Gymnasium besuchte, hervorragende Musik- und Klavierlehrer, Wegweiser und Vorbilder gefunden hatte.

Nach dieser akademischen Ausbildung und nach Erfolgen als Pianist wurde ihm 1965 die Funktion eines Solisten an der Hermannstädter Philharmonie und seit 1971 die eines Musikinspektors anvertraut. Außerdem erhielt er eine Lehrstelle am Hermannstädter Musikgymnasium. So wurde er als Konzertpianist, Kammermusiker, Musikpädagoge, Journalist, Rezensent und Musikforscher einer der anerkanntesten Musiker Hermannstadts und Siebenbürgens.

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Nachbericht zur 30. Musikwoche Löwenstein

Konzert zum 30. Geburtstag der Musikwoche Löwenstein

Mit einem großen Jubiläumskonzert im Konzertsaal „Harmonie“ in Heilbronn ist am 11. April die 30. Musikwoche Löwenstein zu Ende gegangen. Als Vorsitzender des Trägervereins, der Gesellschaft für deutsche Musikkultur im südöstlichen Europa, erinnerte Dr. Franz Metz an die Verdienste der Musikwoche um die Bewahrung der Musikkultur deutscher Minderheiten in Südosteuropa. Zahllose Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten unter Leitung von weit mehr als 50 Dozentinnen und Dozenten über drei Jahrzehnte hinweg die Musik deutscher Komponisten aus Siebenbürgen, dem Banat, Serbien, Ungarn, der Slowakei und vielen anderen Regionen auch in Deutschland bekannt gemacht. Dies sei ein wichtiger Beitrag, um zu verhindern, dass traditionsreiche europäische Kulturlandschaften vergessen würden.

Bei der Musikwoche Löwenstein werden Werke erarbeitet, deren Manuskripte zuvor oftmals aus Archiven geborgen und dann für die Aufführungspraxis eingerichtet wurden. Teilnehmer der Musikwoche sind engagierte Laien aller Altersstufen, die unter Anleitung von erfahrenen Profimusikern im Chor und solistisch singen, in Kammermusikformationen und auch im Orchester spielen.

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